e.motion® PERFORMANCE
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Die Sicherheitsfunktionen von e.motion® Performance

Allgemeine Information

Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung von e.motion® Performance liegt darauf, die max. Lebensdauer von Motor, Getriebe und Antriebsstrang zu gewährleisten, ohne dabei auf eine spürbare Leistungssteigerung zu verzichten. Daher stellte sich die Frage: In welchen Betriebszuständen können Motor, Getriebe und Antriebsstrang die Mehrleistung vertragen und in welchen Fahrzuständen möchte der Kunde das Leistungsplus abrufen?

Um die Lebensdauer des Motors usw. zu schützen und zu gewährleisten, wurden bisher einmalige Sicherheitsfunktionen entwickelt. Alle genannten Werte über Drehzahlen, Temperaturen usw. sind fahrzeugspezifisch. Diese werden durch intensive Dauerversuche ermittelt.

1) Thermo-Steuerung

Die Thermo-Steuerung besteht aus zwei Sicherheitsfunktionen: Um Überbelastung des Motors bei zu niedrigen oder zu hohen Kühlmitteltemperaturen zu vermeiden, ist e.motion® Performance nur dann aktiv, wenn die Temperatur im idealen Bereich liegt. Die e.motion® Performance Leistungssteigerung deaktiviert sich selbständig, sobald der normale Temperaturbereich verlassen wird.

Die Thermo-Steuerung beobachtet auch die Veränderung der Temperatur. Sollte sich diese zu schnell verändern, regelt e.motion® Performance den Zuwachs an Leistung, um die Kühlmitteltemperatur zu stabilisieren.

2) Fluid-Steuerung

Um unnötige Belastungen des Motors zu vermieden, läuft nach einem Neustart des Motors - auch wenn sich die Kühlmitteltemperatur im normalen Bereich befindet - ein integrierter Timer, welcher für 30 Sekunden keine Leistungssteigerung zulässt. Diese Verzögerung erlaubt, dass Motorflüssigkeiten wie Kühlwasser und Motoröl zirkulieren können. Im Anschluss baut e.motion® Performance die gewünschte Leistungssteigerung innerhalb von 15 Sekunden sanft auf. Um den Timer nach dem Neustart zu aktivieren, muss die Drehzahl auf über 1.000 U/min durch Gas geben angehoben worden sein.

3) Sensor-Steuerung

e.motion® Performance bezieht alle relevanten Daten von den CAN Daten der serienmäßig eingebauten Sensoren. Sollten im Betrieb Werte geliefert werden, die außerhalb der Toleranzen liegen, schaltet sich e.motion® Performance automatisch ab.

4) Turbo-Steuerung

Untersuchungen an Testfahrzeugen haben ergeben, dass sich nach einer gewissen Zeit das Ladedruckverhalten ändert. Daher überwacht e.motion® Performance die Ladedruckreglung der originalen Motor ECU und greift ggf. in die Reglung ein. Dafür werden die Signale des Ladedruckreglers zuerst von e.motion® Performance verarbeitet und anschließend an die originale Motor ECU weitergeleitet. Während dieser Übermittlungsphase übernimmt e.motion® Performance die Ladedruckreglung und erzeugt einen sehr konstanten Ladedruck.

Sollte der Ladedruck den vorgegebenen Normbereich verlassen, wird die Einspritzmenge verringert, bis sich der Ladedruck wieder im normalen Bereich eingependelt hat. Sollte sich das Ladedrucksignal dennoch nicht stabilisieren, deaktiviert sich e.motion® Performance selbstständig und überlässt der Motor ECU die Ladedrucksteuerung und die Fehleranalyse. Ihr NISSAN fährt weiterhin problemlos mit der serienmäßigen Leistung.

5) Lebensdauerüberwachung

Elektronische Komponenten unterliegen extremen Einflüssen durch Temperatur und Alterung. Diese Einflüsse werden von e.motion® Performance überwacht. Das System überprüft mittels einer internen Kontrolle, ob die kalkulierten Werte mit den Ausgangssignalen übereinstimmen. Somit entsprechen optimierte Werte von e.motion® Performance stets derer einer neuen e.motion® Leistungssteigerung entsprechen.

6) Notlaufprogramm

Sobald e.motion® Performance eine Abweichung der Normwerte feststellt, schaltet sich das System aus und überlässt der originalen Motor ECU die Motorreglung. Die Motor ECU prüft anschließend, ob eine Fehlfunktion vorliegt und in das Notlaufprogramm geschaltet wird. Sollte ein Fehler eines originalen Sensors vorliegen, kann der Nissan Händler nach Werkstattanleitung den Fehler lokalisieren und beheben. Nach einem Neustart des Motors schaltet sich e.motion® Performance selbstständig wieder ein und prüft, ob die Leistungssteigerung wieder aktiviert werden kann.

7) Kickdownkontrolle

Dieses Feature lässt den Fahrer die Mehrleistung schneller spüren: die Kickdownkontrolle. Sobald der Fahrer sprichwörtlich "mehr Gas" gibt als gewöhnlich, reagiert e.motion® Performance  sofort und gibt direkt 100% der möglichen Mehrleistung frei.

8) Drehzahlkontrolle

e.motion® Performance hält alle strengen Herstellervorgaben ein, zum Beispiel die maximale Drehzahl. Ist die maximale Drehzahl erreicht, schaltet e.motion® Performance ab. Sollte die Drehzahl dennoch weiter ansteigen, zum Beispiel beim Bergab fahren, regelt e.motion® Performance selbstständig gegen die Motor ECU die Einspritzmenge zurück bis die maximale Drehzahl erreicht ist.

Wenn die Motordrehzahl sehr schnell ansteigt ohne das Mehrleistung benötigt wird (z.B. im Leerlauf, wenn das Fahrzeug steht), stellt e.motion® Performance das als unnötige Aktion fest und deaktiviert sich. Sollte beim nächste Beschleunigen unter Last festgestellt werden, dass eine Leistungssteigerung benötigt wird, schaltet sich e.motion® Performance wieder hinzu.